Achtung, Kontrolle!

12. März 2013

Ups, schon März… 😀

Zugegeben, an den harten, verschneiten Winterwochenenden hab ich es mir meistens Zuhause gemütlich gemacht und an die Silvesternacht, über die ich eigentlich bloggen wollte, habe ich irgendwie keine Erinnerung mehr. Ich meine aber, es lief ganz gut ($$$). Weil hier jedoch sowieso niemand mehr liest, kann ich mich ja in aller Ruhe in langweiligen Artikeln ergehen.

Wenn man nämlich nicht fährt, verpasst man offensichtlich die besten Happenings:

1. Eine für meinen Geschmack viel zu seltene Abschleppaktion in der Innenstadt, aufgrund derer wundersamerweise ein gewisser, sonst überlicherweise zugeparkter Taxiplatz frei war und sich das sogar bis in die nächsten Abende hinein hielt, was wiederum ich dann in vollen Zügen genossen habe.

2. Da stehe ich nach einem freien Freitag samstags seit gefühlten Stunden beschäftigungslos in Degerloch und belausche ein Kollegengespräch:

„Weißt Du, warum es gestern so gut lief? Das hab ich ja erst hinterher erfahren. Der Zoll war unterwegs! Der taucht auf und plötzlich – schwupps – sind ganz viele Taxis verschwunden…!“

Verdammt! Kohle und Kontrolle verpasst. Dabei wollte ich doch schon immer unbedingt mal kontrolliert werden! Ich fahre auch gerne privat mehrmals durch eine Polizeikontrolle, um endlich rausgezogen zu werden, sehe aber ums Verrecken leider meistens zu brav aus. Ob dieser Fetisch einen Namen hat? 😉

Mit dem Taxi wird man ja, sofern man nicht gerade Schlangenlinien fährt, von der Polizei grundsätzlich durchgewunken, also ist der Zoll meine letzte Chance. Und schließlich stehe ich zu später Stunde wirklich fast nur an den großen Plätzen in der Innenstadt, aber immer kontrollieren sie genau dann, wenn ich ausnahmsweise mal woanders bin.

Das, was einer Kontrolle bisher am nächsten kam, war vor Jahren der halbherzige Versuch eines TAZ-Beauftragten, der mit

„Haste ’nen Taxischein? Ach, egal, da kommt Kundschaft für Dich. Gute Fahrt…“

jetzt nicht sooo motiviert war.

Der Zoll macht das dafür ganz schön clever, das muss man ihm lassen. Ein Wagen hält vorne an der Taxischlange, der andere hinten und – zack – gibt es kein Entkommen mehr. Nachdem sich also die schwarzen Schafe vom Freitagsschock erholt hatten und sich zur Samstagsschicht wieder auf die Straße getraut haben, komme ich am frühen Morgen am Kronprinz vorbei und was sehe ich? Zoll, Zoll, Zoll, Zoll, Zoll. In jedem Taxi ein Beamter. Fahrgäste, die irritiert daneben stehen. Und ich flippe direkt ein bisschen aus vor Freude, krame im Handschuhfach, um schon mal alle Papiere zu suchen und finde: nichts! (Ich bin natürlich angemeldet und alle nötigen Papiere sind auch im Auto, ich war nur zu blöd aufgeregt, sie zu finden.)

Vor lauter Schreck hab ich die Schicht lieber mal beendet und mir damit schon wieder eine Kontrolle durch die Lappen gehen lassen. Aber ich sag’s euch, jetzt bin ich sowas von bereit! 😀

Ja, das war es auch schon, ihr treuen, optimistischen 78 Leser des heutigen Tages. Da ich aber die nächsten Wochenenden wieder verstärkt im Taxi verbringen werde, wird vielleicht doch mal das ein oder andere Geschichtchen für euch herausspringen. Mögen sich die Fahrgäste Mühe geben, entweder extrem nett oder extrem lästig zu sein, Letzteres gelingt mit Sicherheit ein paar Kandidaten.

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