Taxiblog Stuttgart

Tatort Augustenstraße

Es soll mir keiner vorwerfen, ich hätte aus meiner “unterlassenen Hilfeleistung” von neulich nichts gelernt. Doch bevor ich Hilfe leisten konnte, musste erst mal was passieren.

Wer gestern Nacht in der Augustenstraße im Stuttgarter Westen plötzlich markerschütternde Hilfeschreie gehört hat – ich war’s nicht. Dafür meine Fahrgästin. Aber von vorne…

Alles hat gewöhnlich angefangen, ich stand nicht lange in der Rotebühlstraße, als der Auftrag kam. Eine Kneipe – nicht gerade meine bevorzugten Abholadresse, aber Madame stand zum Glück schon bereit. Etwas älter war sie, betrunken aber scheinbar nicht, und zudem recht agil.

Mit einem saloppen

“Rein mit dem Mädel!”

ließ sie sich unelegant in den Beifahrersitz fallen und nannte mir die Adresse.

“Ich fahr mal besser da vorne rechts hoch, wenden geht hier so schlecht…”,

sage ich und kündige einen minimalen Umweg mit der Bitte um Erlaubnis an.

“Wie Sie fahren, obliegt ganz Ihnen. Ich muss ja nur bezahlen”,

erwidert Sie freundlich. Bestechende Logik. Solche Fahrgäste gefallen mir. ;)

Am Ziel angekommen, helfe ich ihr raus und frage, ob ich sie noch zur Tür bringen soll. Sie wirft mir einen giftigen “Sooo alt und gebrechlich bin ich auch wieder nicht”-Blick zu, verneint dankend und nestelt in ihrer Tasche herum.

Ich steige also wieder ein, notiere den Fahrpreis und will losfahren. Vorher werfe ich noch einen kurzen Blick nach draußen und sehe in dem Moment meine Kundin die Arme in die Luft werfen und in Zeitlupe nach hinten fallen.

Ältliche Frau + Sturz + regennasser Asphalt + Hanglage + schmale Gasse zwischen zwei Autos = denkbar schlechteste Kombination.

Ich renne panisch ums Auto herum in Erwartung sie schwer verletzt auf dem Boden liegen zu sehen. Sie schreit inzwischen, als hätte sie sich mindestens was gebrochen oder (“Hiiiilfe, Hiiiiilfe, neeeeein, aaahhhhh!!!!”) ich sie überfahren respektive ausgeraubt, die halbe Straße zusammen.

Der ein oder andere Vorhang wackelt verdächtig, zwei männliche Passanten bleiben stehen und beobachten ungerührt das Geschehen, während ich ihr – nachdem sie mir versichert hat, keine Schmerzen zu haben – aufhelfe.

“Oh Gott, haben Sie sich verletzt???”

“Nein, nein.”

“Soll ich einen Krankenwagen holen?”

“Nicht nötig, nein.”

“Ich fahr Sie auch eben ins Krankenhaus!”

“Nein, nein, ist nichts passiert.”

“Tut Ihnen was weh?”

“Ich bin halt ein bisschen auf den Kopf gefallen.”

“WAS?! Okay, ich rufe einen Krankenwagen!”

“Nein, es ist alles in Ordnung, glauben Sie mir.”

“Ist Ihnen schwindelig oder übel?”

“Nein, gar nicht.”

“Tut Ihnen sonst was weh?”

“Der Ellbogen…”

“Können Sie ihn durchstrecken?”

“Ja, sehen Sie … geht.”

“Sind Sie ganz sicher, dass es Ihnen gut geht?”

“Ja, absolut. Ich bin nur erschrocken.”

“Und ich erst!”

Sie lacht.

“Ach ja, Entschuldigung, dass ich so geschrien habe, ich wollte Sie nicht erschrecken. Ich dachte nur, Sie fahren vielleicht weg und über mich drüber…”

Gut, spätestens DAS hätte ich dann gemerkt. ;)

Ich bringe Sie zur Haustür, sie scheint vollkommen okay. Ihr Mann nimmt sie in Empfang, der unseren Dialog von eben noch einmal so ähnlich wiederholt und ich pflanze ihm ein, unbedingt einen Krankenwagen zu rufen, sollte es ihr schlechter gehen.

Puh, was für ein Einstand.

Denn es gibt auch noch ein paar gute Nachrichten. Wie schon im letzten Beitrag angekündigt, werde ich in Zukunft hoffentlich wieder mehr bloggen können, weil ich regelmäßig nachts fahren darf, juchee! Und als wäre das nicht schon Grund genug zur Freude, dies in einer E-Klasse, neu, schwarz, Automatik, voll funktionstüchtig (bedeutet: kein Schraubenzieher, der im Lenkrad steckt, damit die Halterung nicht herausbricht…) – mit FERNSEHER!

Jäckpott! :D

The Walking Dead

Wenn die Silvesternacht sich dem Ende neigt, muss ich immer an Zombiefilme denken. Die Straßen sind übersät mit Papierfetzen, Scherben und Flaschen, hin und wieder begegnet einem ein anderes vereinzeltes Taxi, überall stehen Menschentrauben, die latent aggressiv winken, alternativ vors Auto laufen und sich, wenn man dann die Qual der Wahl hat und anhält, sofort um das einzige Taxi weit und breit prügeln.

Meine Standardantwort auf “Ganz schön viel los heute, was?” war ja zunächst “Ich wünschte, das wäre immer so!” Aber nachdem ich nun, zwei Tage später, meine innere Ruhe zurückerlangt habe und reflektieren kann: Um Gottes Willen. Das würde ich keine zwei Wochenenden am Stück durchhalten.

Um kurz nach 18.00 Uhr hab ich angefangen, um 7.40 Uhr und satte 510 € später aufgehört. Ich stand keine drei Minuten irgendwo unproduktiv rum. Der helle Wahnsinn.

Der heftige Regen hat die ganze Sache etwas ungemütlich gemacht, ansonsten waren die Fahrgäste  bis Mitternacht allesamt super und in äußerst großzügiger Trinkgeldlaune. Und das, obwohl ich nach dem gefühlten 1000. “Guten Rutsch!” wohl nicht mehr ganz so überzeugend klang. Um 23.50 Uhr stand ich am Taxiplatz in der Rotebühlstraße, als ein Partychick vom Typ “Daniela Katzenberger in südländisch” mit Handy am Ohr auf mich zugehastet kam:

“Können wir ganz schnell nach Wangen fahren, bitte???”

Von Stuttgart-West ins äußerste Stuttgart-Ost in zehn Minuten. Eigentlich wollte ich mir um Mitternacht ein ruhiges Plätzchen suchen und nicht gerade besetzt durch die Wangener Hauptstraße fahren, aber was tut man nicht alles für die Kundschaft, Silvester kam schließlich so überraschend.

Um Punkt Mitternacht, nachdem wir fast von zwei schulterblickfaulen Lemmingen in einer Kolonne von “Polizeivollzugsbehörde”-Fahrzeugen (whatever that exactly is) gerammt wurden, vernahm ich von hinten ein etwas deprimiertes

“Jetzt ist es genau 0 Uhr…”

Ja, sorry, Schätzelein, ich bin mit knapp 100 durch den leeren Wagenburgtunnel, aber mehr geht halt nicht. In Wangen hab ich sie rausgeworfen, wo sie auch geradewegs in die Arme ihres Lovers fiel, und ich hab mich erst mal für zehn Minuten in eine ruhige Seitenstraße verzogen, das Feuerwerk bewundert und mein letztes Twix für eine ganze Weile (Vorsätze und so) verdrückt. :D

Und man sollte es ja nicht für möglich halten, aber die “An Silvester gibt’s keine Taxis mehr”-Panik ist so verbreitet, dass es gleich kurz nach Mitternacht die ersten Aufträge hagelte. Die ersten paar hab ich noch abgelehnt und mich dann langsam in Richtung Wangener Taxiplatz bewegt, wobei es ein paar überschaubar intelligente Spaßvögel unheimlich witzig fanden, Böller unmittelbar vor oder unter mein Taxi zu werfen. Den nächsten Auftrag hab ich angenommen und wo durfte ich abholen? An derselben Adresse, wo ich eben schon Madame abgesetzt habe. Sie allein hätte ich ja noch ertragen, allerdings sollten drei ihrer Freunde ebenfalls mit und von denen war weit und breit nichts zu sehen. Weil aber Silvester ist und alle so gut gelaunt waren, hab ich einfach mal umsonst kostenlos fünfzehn Minuten gewartet (und es später bitter bereut – man sollte einfach nicht mehr nett sein!). Nach Cannstatt sollte es gehen, viele Wege führen dorthin, ich hab mich für einen entschieden, der mit Sicherheit einer der kürzeren war. Das solariumverbrannte Hühnchen vom Rücksitz sah das wohl anders und pflaumt mich - an Silvester, the happiest time of the year, - aus dem Nichts heraus in einem Ton an:

“Nen größeren Umweg hätten wir ja jetzt nicht fahren können, nä??? UN-VER-SCHÄMT sowas!!!”

Die drei Mitfahrer schwiegen peinlich berührt und waren wohl zum Glück anderer Ansicht. Als unmittelbar ein paar Flüche in slawischer Sprache folgten, hab ich den Gedanken verworfen, mit ihr ernsthaft über die Fahrtstrecke zu diskutieren. Entsprechend eisig habe ich sie knappe 14 € (na, das kann nur ein Wahnsinnsumweg gewesen sein) später an einer Kneipe abgesetzt. 20 € und ein “Sorry” von einem der Männer bekommen. Zeichen genug, um sie als blöde Nuss abzuhaken und mir nicht weiter den Kopf zu zerbrechen. Heute bin ich beide möglichen Strecken noch mal abgefahren und ich muss eingestehen: meine erste Wahl war 300 m länger, aber vier Minuten schneller. Asche auf mein Haupt.

Meine letzte Fahrt ging dann noch auf den Cannstatter Wasen. Im Frühjahr und Herbst herrscht dort großer Andrang dank des Volksfestes, zu dieser Zeit dagegen ist es einfach nur ein riesiger, leerer, dunkler Parkplatz. Vor der Einfahrt auf diesen bot mein Fahrgast an:

“Sie können auch hier halten, wenn Sie Angst haben. Ich sag das nur immer, weil es so dunkel und unheimlich da unten ist, aber ich bin kein böser Mensch. Also, wenn Sie Angst haben, steig ich hier aus. Die meisten Taxifahrer halten nämlich lieber hier oben (Memmen! :P ). Aber ich bin echt kein böser Mensch, wirklich nicht!”

Pah, ich und Angst. Natürlich habe ich mich wagemutig von der Dunkelheit verschlucken lassen. Ich hätte es ja fast schon wieder lustig gefunden, wenn er mich dann wirklich noch ausgeraubt hätte nach dem Motto: Du hattest die Wahl! War aber nicht so, denn er war ja kein böser Mensch. Habsch mir aber auch gedacht. ;)

So, ihr seht, wirklich spannend war auch die Silvesternacht nicht, dafür überaus lukrativ (im Gegensatz zu den letzten Silvesterschichten: 2008/2009 Glatteisunfall um Punkt Mitternacht, 2010/2011 Mia sterbenskrank und aufs Höchste unmotiviert) und so soll es ja auch sein. Skiurlaub in der Schweiz ist gesichert. ;)

Eventuell bietet sich in nächster Zeit sogar die Gelegenheit, dauerhaft Wochenendnachtschichten zu fahren, da gäbe es dann mit Sicherheit wieder mehr zu bloggen. Drückt mir die Däumchen!

Und eindeutig zum letzten Mal für dieses Jahr, dafür aber mal wieder von Herzen: Frohes neues Jahr euch allen!

PS: Schönen Gruß an den netten Herrn, der trotz später Stunde einer der angenehmsten Fahrgäste überhaupt war und mich bestens unterhalten hat, wenn wohl auch aus Angst, ich würde wie schon der vorige Taxifahrer am Steuer einschlafen. Als wir ein paar wild gestikulierende Aggro-Kids, von denen einer gerade auf einen Mülleimer eintrat, in Vaihingen passierten, meinte er schmunzelnd: “Oh, ich glaube, wenn Sie hier zurückfahren, kriegen sie ein paar neue Fahrgäste…” – “Aber ob ich die haben will?” – “Tja, das weiß man vorher nie so genau…” – ich bin dann anders zurückgefahren. ;)

PPS: Ein paar Tipps fürs nächste Silvester: Nicht mit den Massen am Taxiplatz in der Stadtmitte warten, denn die freien Taxis werden vorher abgefangen. Lieber ein paar Schritte nach außerhalb gehen, dann die Straßenseite wechseln und einfahrende Taxis mit leuchtender Dachfackel anhalten (Taxis, die die Innenstadt verlassen, sind besetzt!). Hierfür rechtzeitig auf sich aufmerksam machen, kleine Handzeichen, die man gerade noch so aus dem Augenwinkel ausmachen kann, sind semi-optimal. Nicht vor die Motorhaube laufen, um den Taxifahrer zum Anhalten zu zwingen. Das funktioniert nicht immer!

Diebisch

Gestern habe ich mich nach langer Abstinenz mal wieder mit einem Kollegen angelegt. Zumindest hat er es so empfunden. Das Ganze passierte ausgerechnet an meinem Lieblingsplatz und noch dazu betraf es einen Kollegen, der da auch immer steht, mit dem ich aber noch nie gesprochen habe – und der jetzt wohl auch nie wieder mit mir sprechen will (zukünftige Schimpftiraden ausgenommen).

Wir standen um die Mittagszeit zu zweit in Sillenbuch, er vor mir, ich dahinter in mein Buch vertieft. Irgendwann blicke ich auf und sehe einen potenziellen Fahrgast an seiner Beifahrerseite stehen und klopfen. Als ich das nächste Mal aufblicke, steht besagter Fahrgast irritiert neben meinem Taxi und steigt ein.

“Ist der Kollege nicht da?”

frage ich.

“Doch, aber der schläft tief und fest. Hab schon geklopft. Kann ich auch mit Ihnen fahren?”

“Können Sie natürlich, aber er wartet ja schon länger. Ich mach ihn kurz wach”,

sage ich und hupe zweimal. Keine Reaktion.

“Wenn Sie kurz warten wollen, ich gehe vor und wecke ihn auf.”

“Ehrlich gesagt hab ich’s sehr eilig und keine Zeit für dieses Hin und Her, ich fahre jetzt mit Ihnen.”

Bis hierhin nichts falsch gemacht, denke ich. Dass man beim Warten kurz einnickt, kommt immer mal vor, aber spätestens durch die Hupe des Hintermanns sollte man dann wieder aufwachen.

Noch dazu dürfte der Fahrgast selbst dann mit mir fahren, wäre der Kollege wach gewesen; die freie Fahrzeugwahl (um die es hier ja nur indirekt geht), nehmen einem manche Kollegen leider persönlich übel, obwohl ich jedes Mal darauf hinweise, dass ich noch nicht Erster bin. Insbesondere nachts ernte ich oft bitterböse Blicke, wenn jemand (“Oh, eine Frau - oder auch damals: Oh, die neue E-Klasse ;)  -, ich will lieber mit Ihnen fahren!”) bei mir einsteigt.

Unterwegs bekomme ich dann direkt eine pikierte Funk-SMS aufs Display:

DU BIST EIN DIEB.

Ganz großes Ballett. Selber die Kundschaft verschlafen und andere dafür verantwortlich machen. Die Taxifahrer sind schon ein eigenes Völkchen, das wirst Du auch noch merken, wurde ich an meinem ersten Tag gewarnt. In Momenten wie diesen fällt mir das dann wieder ein.

Ging übrigens nach Esslingen und zurück. Falls er mich noch mal darauf anspricht, hält ihn der doppelte Ärger das nächste Mal vielleicht wach.

Alles neu

So, neues Design (wenn auch noch nicht ganz zufrieden) und heute noch einmal haarscharf an der Komplettlöschung vorbeigeschrammt.

An die “Hater” da draußen: Wenn ich alles kommentieren würde, was ich im Netz lese und mir nicht in den Kram passt… Na, ihr müsst ja Zeit haben. Spart euch die Mühe, Meinungsfreiheit hin oder her, dumme Kommentare und Mails werden direkt gelöscht. Denunzierende Forendiskussionen werden einmal mild belächelt, bitteschön: :D

Peace und weiter im Text,

Mia

Vergiftet

“Bitte schnell ins Krankenhaus. Ich bin vergiftet.”

ächzt er mit leidvoller Miene und steigt hinter mir ein.

“Erst mal dürfen Sie sich gerne zu mir nach vorne setzen oder auch einfach durchrutschen, bitte.”

übergehe ich seine nicht alltägliche Ansage, aber Ordnung muss sein.

“Ich kann nicht, ich bin vergiftet!”

wiederholt er jammernd.

Ich lache nicht ganz so überzeugend und stecke ihn gedanklich in die Schublade potenzieller Kehlenaufschlitzer. Wer sich als einzelner Fahrgast trotz Aufforderung weigert den Platz hinter dem Fahrer zu verlassen, ist mir alles andere als geheuer. Während der Fahrt lasse ich ihn im Rückspiegel also keine zwei Sekunden aus den Augen.

Dort windet er sich und stöhnt vor sich hin, so wirklich lebensbedrohlich sah mir das Ganze aber nun nicht aus, wobei mir die typischen Vergiftungssymptome sowieso nicht geläufig sind, zugegeben. Auf mich wirkt er wie jeder andere Mann mit einem Wehwehchen: scheinbar kurz vor dem Exitus, aber noch lange nicht ernst zu nehmen.

Am Krankenhaus angekommen, rund zwanzig Meter vom Haupteingang entfernt, erwacht er aus seiner Trance und blickt verwirrt durch die Gegend. Bevor er noch in meinem Taxi verendet, will ich ihn loswerden, denke ich, also sage ich fröhlich:

“So, hier wären wir. Das macht dann bitte 8,50.”

Doch statt zu bezahlen, lässt er sich seitlich auf den Sitz kippen.

“Ich kann nicht aufstehen, ich bin vergiftet. Das hab ich Ihnen doch gesagt! Können Sie einen Arzt holen?!”

So langsam wird mir die Situation doch mulmig, also reagiere ich, wie es ein engagierter Ersthelfer nicht hätte besser machen können. Ich motze ihn an:

“Oh Mann, meinen Sie das jetzt ernst?! Warum rufen Sie dann ein Taxi und keinen Notarzt, verdammt noch mal?!”

Als ich gerade den Schlüssel abziehe und mich schon panisch in leeren, düsteren Krankenhausgängen “Wir brauchen sofort einen Arzt! Ist hier denn niemand?!?” rufen sehe, kramt er einen Zehner aus seiner Jeans, steigt aus ohne auf das Wechselgeld zu warten und schwankt in Richtung Haupteingang.

Ich bleibe zurück, über meinem Kopf schweben tausend Fragezeichen. Als ich ihn nicht mehr sehen kann, entscheide ich mich für die Drei-Affen-Variante und fahre achselzuckend davon.

Bin mir immer noch nicht sicher, ob das nicht vielleicht ein spitzenmäßiger Sketch à la Comedy Street war und ich es nur nicht gerafft hab. Ich sollte mal mit meinem Humorberater sprechen. Falls ihr also demnächst eine begriffsstutzige, humorlose Taxifahrerin bei Pro7 sehen solltet, dann bin ich das wohl…

Miese Tour

Wie stellt man einen Taxifahrer zufrieden?

a) Man bezahlt. Den kompletten Preis. Ohne zu maulen.

b) Man gibt Trinkgeld (optional).

c) Man ist ein höflicher, wohlwollender und ruhiger Zeitgenosse.

d) Man unterlässt dumme Fragen und ebensolche Bemerkungen.

Und obwohl ich Madame von einem der besseren Seniorenwohnheime abgeholt habe, was die Hoffnung auf Erfüllung aller vier Punkte stärkt, ist sie gnadenlos gescheitert.

Der Anfang war zunächst unauffällig, wenngleich mich die Lautstärke an meinen Papa erinnerte, wenn er telefoniert (er bräuchte eigentlich kein Telefon):

“ZUM HAUPTBAHNHOF!!”

Ich fahre los und keine drei Sekunden später kräht es vorwurfsvoll von hinten:

“FAHREN SIE AUCH WIRKLICH DIE KÜRZESTE STRECKE??”

Nicht zwangsläufig eine dumme Frage, wenn man in Eile ist und der Taxifahrer die schnellere Route nehmen möge – obwohl man sie dann anders formulieren sollte -, in dem Fall hat sie mir aber vermutlich aufgrund der “falschen” Fahrtrichtung unlautere Methoden unterstellt. Dass sich ihr Wohnstift in einer Einbahnstraße befindet, ist ihr dabei wohl entfallen.

“MEIN ZUG FÄHRT UM 11.27 UHR!!! ICH MUSS NÄMLICH NACH TÜBINGEN!!! REICHT DAS NOCH???”

Es war nicht mal elf, das hätten wir in der Zeit auch mit dem Taxi nach Tübingen geschafft.

Sie keift weiter:

“DAS KOSTET JA ABER WOHL NICHT MEHR ALS ZEHN EURO?!?!”

“Könnte knapp werden. Aber so um den Dreh wird es kosten.”

Als wir eine Stadtbahn passieren:

“ICH HÄTTE LIEBER MIT DER BAHN FAHREN SOLLEN. DAS KRIEG ICH NÄMLICH VIEL BILLIGER!!”

Tja, im Auto von Tür zu Tür chauffiert zu werden, kostet tatsächlich mehr als ein Massentransportmittel zu nutzen. Unverständlich.

Kurz vor dem Wagenburgtunnel stehen 9,10 € auf der Uhr.

Sie schreit in gewohnt panisch-aggressiver Manier:

“DAS REICHT NICHT!! ICH HAB NUR ZEHN EURO! SIE HABEN GESAGT, DAS REICHT!”

An dieser Stelle hätte ich sie zu gerne aus dem fahrenden Wagen gekickt, aber bevor ich mich wegen ein paar Cent mit einer Kundin, die in ihrem früheren Leben Drill Sergeant war, anlege, habe ich mich erboten, die Uhr bei 9,80 € auszumachen.

Hier wendet sich dann das Blatt und ich werde die letzten hundert Meter mit sanftmütiger Lobhudelei bedacht.

“DAS IST SEHR LIEB VON IHNEN! DAS HABEN SIE GANZ TOLL GEMACHT! SEHR LIEB! MEHR HAB ICH JA NICHT, WISSEN SIE! HIER, DANN MACHEN SIE ZEHN”,

brüllt sie mir ins Ohr und bezahlt. Mit einem Fünfziger.

Verdiente Brötchen

Jetzt weiß ich wieder, warum ich nicht gerne am Ostendplatz stehe: Weil die mir auferlegten Aufträge dort immer irgendwie “speziell” sind. So natürlich auch dieses Mal. Der Auftrag ließ zunächst Ominöses verlauten:

“Material bitte sofort ausliefern!!!”

Klang wahnsinnig wichtig und lebensrettend – was für mich, also hab ich angenommen.

Das Material bestand aus 120 frischen Brötchen, abzuholen bei einem Bäcker am Ostendplatz und für einen Festpreis auszuliefern in einem Hotel in Feuerbach. Auftraggeber war eine Ausflugsguppe eines österreichischen Hospizes. Die Kombination fand ich erst etwas befremdlich, scheint aber doch nur ein gewöhnliches Hotel in Tirol zu sein.

Den Kofferraum voller duftenden Brötchen mache ich mich knurrenden Magens also auf den Weg, checke ungefähr hundertmal den Auftrag en détail, damit ich auch nicht das falsche Hotel anfahre (ich kenne mich einfach zu gut) und komme kurz darauf zuversichtlich in Feuerbach an, wo natürlich passiert, was passieren musste:

“Ich weiß von nichts!”

sprach die Rezeptionistin.

“Aber das war bestimmt eine unserer Frühstücksdamen.”

Bestimmt nicht, denke ich. Dem Hotel wird schließlich nicht die Ladung Brötchen fürs Frühstück ausgegangen sein. Und wenn, gäbe es wohl diskretere Lösungswege, als den Nachschub per Taxi vor allen Gästen an die Rezeption zu karren. Die Bestätigung kam prompt von der resoluten Frühstücksfee:

“Nee, wir haben nix bestellt. Wir bestellen sowieso nur per Fax und auch nur dienstags und donnerstags. Und natürlich direkt bei unseren Lieferanten und nicht bei der Taxizentrale.”

“Ja, das dachte ich mir schon, aber ich habe den Auftrag, die Brötchen an der Rezeption abzuliefern und das werde ich auch einfach mal tun, den bezahlt sind sowohl die Brötchen als auch ich.”

“Moooment, Sie laden hier bestimmt keine 120 Brötchen ab, die wir nicht bestellt haben!”

funkelt sie mich böse an.

Die Rezeptionistin blickt etwas hilflos drein, also krame ich noch mal in den Tüten und überreiche die Quittung, ausgestellt auf oben erwähntes Hospiz in Tirol.

Die Frühstücksdame erklärt unnötigerweise:

“Ach, schauen Sie, das sind gar nicht wir!”

Ich hoffe nicht, dass sie mir allen Ernstes verklickern wollte, dass ich mich schlicht in der Adresse geirrt hätte. Ups, ist ja gar nicht Österreich hier! oder wie?

Die Rezeptionistin checkt in der Zwischenzeit erfolglos die Gästeliste auf jenen Namen. Als sie dann aber bei den anreisenden Gästen nachsieht, endlich ein Volltreffer. Und eine kleine Notiz, die für die Reaktion sorgt, die ich schon die ganze Zeit sehen wollte:

“Ich nehme die Brötchen an!”

gelobt sie feierlich und nickt. Barack Obama hätte es nicht besser machen können.

Und so konnten wir der vermeintlichen Ernsthaftigkeit des Auftrags schlussendlich doch noch gerecht werden.

Innovativ unterwegs

Da muss ich also erst fünf Jahre Taxi fahren, bis mir heute der erste Fahrgast nach Abschluss der Modalitäten zum Abschied doch tatsächlich die Hand reicht (von zuneigungsbekundungswilligen Betrunkenen und tätschelnden Alten mal abgesehen). Fand ich ja richtig cool.

Taxifahrer zum Abschied die Hand reichen und “eine gute Zeit” wünschen.

So sollte das in jedem Knigge stehen. Wirkt sich bestimmt auch positiv aufs Trinkgeld aus, wenn man sich körperlich schon so nahe kommt.

Stellungswechsel

Da es taximäßig gerade nahezu unheimlich ruhig ist, habe ich, wie neulich schon RTL, den großen Mia-Taxi-Test gestartet (bei RTL hieß er natürlich anders), kann aber leider, wie das bei fiesen Taxitests üblich zu sein scheint, auch nichts Gutes berichten. Glücklicherweise hab ich nicht die Stuttgarter getestet. :D

Nun, genau genommen hab ich überhaupt nicht getestet, sondern bin einfach nur Taxi gefahren, aber  wer – wie ich kopfschüttelnd und Haare raufend – den seriösen (!) und repräsentativen (!) Taxi-Test von RTL gesehen hat, dem sei dieser lesenswerte Beitrag ans Herz gelegt.

Jedenfalls: In meiner neuen Wahlheimat unweit von Stuttgart kenne ich mich noch überhaupt nicht aus (was fast ein bisschen peinlich ist, da ich nur wenige Kilometer entfernt über 20 Jahre gelebt habe). Heute hatte ich hier also einen Termin und im Hinblick auf mein immer währendes Zeitproblem und ein Navi, das nach nur einem Jahr ständig Sperenzchen macht, sagte ich so zu mir:

“Nimmste mal wieder ein Taxi!”

Man muss dazu sagen, die Taxifahrer in der Wahlheimat sind die Sprücheklopfer vor dem Herrn. Schon das ein oder andere Mal kam ich in den Genuss einer verliebten Lobeshymne auf sich selbst. Wenn man nämlich als Taxifahrer in der Wahlheimat nicht täglich mindestens zwanzig Touren und dreihundert Euronen macht, wird man ausgelacht. Und wenn man Taxifahrer in Stuttgart ist, was mit der Umsatzproblematik einhergeht, sowieso. Überhaupt können sie alles besser als wir eingebildeten  Landeshauptstädter, weshalb ich es mir meistens verkneife, mich zu outen.

Die Hinfahrt war noch in Ordnung, auch wenn es das dreikommasieben Kilometer entfernte Ziel in seinen Augen nur gerade so wert war, den Motor anzuwerfen.

“Ach, der Stadtteil. Da kann man ja auch sehr gut zu Fuß hinkommen…”

Hab jetzt nicht so genau verstanden, was er mir damit sagen wollte. Aber sollte ich jemals derart zähneknirschend einen Fahrgast empfangen, möge man bitte meinen Taxischein durch den Schredder jagen.

Für die Heimfahrt hab ich mir dennoch ganz zuversichtlich und aus Alternativenmangel erneut ein Taxi geordert.

“Taxi kommt!”,

versprach die Zentrale.

Nach zwanzig Minuten war es dann auch schon da. Zumindest hab ich es am Anfang der Straße gesichtet und die Hand gehoben. Der Fahrer ließ sich davon nicht beeindrucken, so ein Telefongespräch lenkt mitunter ziemlich ab. Im Zeitlupentempo kam er mit Handy am Ohr auf mich zugerollt, in zehn Metern Entfernung hält er schließlich an und ich bequeme mich, ihm entgegen zu gehen.

“Steigen Sie ein, junge Dame, wo darf ich Sie hinbringen?”

hab ich mir eben gedacht, denn ich wurde keines Blickes gewürdigt.

Ich sitze. Wir stehen. Er telefoniert weiter.

“Okay”,

denke ich,

“Männer und Multitasking passen nicht zusammen. Give him a break.”

Da beweist er mir das Gegenteil und schaltet schon mal die Uhr ein.

Wir stehen weiter. Er telefoniert immer noch.

Ich so: “Äh ja, hallo erst mal. Schön, dass Sie auch noch gekommen sind. Ist ja wieder ganz schön kalt geworden.”

Er so: “… jaaaa, hat der misch voll angemacht!

Ich so, etwas eindringlicher: “Ich würde gerne in die Wahlheimatstraße.”

Er so: “He?! Isch des bei Reschtorant? Nee, nisch Du, hab isch gerade Kundschaft, weisch.”

Ich so: “Exakt. Und ich hab’s leider ein bisschen eilig.”

Wir rollen los, in die falsche Richtung. Er wendet gaaaanz langsam, nachdem ich ihn zweimal darauf hinweisen musste.

Er so: „Und isch dann so zu dem: Ey, bin isch hier der Taxifahrer oder Du? Wenn kannsch Du besser – Du fahren selber, näää?”

Mein Lachen an dieser Stelle hat er nicht verstanden. Und dass es, nachdem wir mit gemütlichen 40 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit irgendwann am Ziel ankamen, und er erst nach der Hälfte der Fahrt, als dann endlich geklärt war, dass es Hasen zum Abendessen geben sollte, mal sein Blueberry beiseite gelegt hat, kein Trinkgeld gab, irgendwie auch nicht. Zum Glück hat er noch seinen exorbitanten Umsatz, sonst müsste er ja fast mal seinen Kundenservice optimieren…

PS: Puh, kommt mir das nur so vor oder habe ich in diesem Beitrag meinen Jahresvorrat an Kommata aufgebraucht?

Blinken wäre gut

Was ich immer wieder mit Verwunderung feststelle: Taxifahrer und ihre “skills” im Straßenverkehr werden vom Otto-Normal-Bürger mit Leidenschaft und Akribie unter die Lupe genommen. Nichts gibt einem Laien offenbar mehr Genugtuung, als einen Berufsfahrer bei jeder sich bietenden Gelegenheit zurechtzuweisen. Und wenn der das Publikum in Form von Fahrgästen gleich mitbringt, umso besser.

Ergänzend zum üblichen

“Und sowas wird Taxifahrer!”

empfiehlt sich bei mir noch

“Frauen am Steuer…”.

“Und dann auch noch blond!”

gilt neuerdings jedoch nicht mehr. Ein Klischee weniger, immerhin.

Richtig blöd habe ich mich in aller Öffentlichkeit zum Glück aber noch nicht angestellt. Einzig vor dem von Rauchern und Sonnenanbetern hoch frequentierten Haupteingang des Klinikums Böblingen-Sindelfingen habe ich mal kurz peinlicherweise in Erwägung gezogen, mich in eine Parklücke zu quetschen, die bei genauerem Hinsehen keine enge Parklücke war, sondern der großzügige Zwischenraum zweier parkender Autos auf einem Behindertenparkplatz. Beim Ausholen gerade noch rechtzeitig bemerkt und, als wäre nichts gewesen, scheinheilig die Kurve gekratzt. Auch auf einen Poller fahre ich (trotz Rückwärtsgangkamera…) lieber nachts in aller Einsamkeit.

Ansonsten bewege ich mich doch relativ sicher auf den Straßen und kenne zudem auch die ein oder andere knifflige Stelle in Stuttgart besser als diejenigen, die sich am Sonntag im Nachhinein wohl selbstgerecht auf die Schulter geklopft haben, weil sie der unfähigen Taxifahrerin gezeigt haben, wo der Frosch die Locken hat.

Ich leiste mal ein bisschen Aufklärungsarbeit:

1. Die Planie ist kein Kreisverkehr

Eine meiner überschaubaren Charakterschwächen ist der Zwang, meine Macht zu  demonstrieren, wenn Nicht-Taxis auf Taxiplätzen stehen. Was gar nicht geht: ein Nicht-Taxi an der Stelle, wo eigentlich das erste Taxi am Platz stehen sollte. Und was noch weniger geht: dies länger als eine Minute mit einem Taxi im Rückspiegel.

Als ich gerade so dabei war, den Übeltäter vom Taxiplatz Planie zu verjagen, hab ich auch gleich mal darauf hingewiesen, dass im gesamten Bereich keine Fahrzeuge außer Bussen und Taxis erlaubt sind. Kleinkariert und auch ein bisschen ätzend, aber hey, wenn ich alt bin, werde ich nur nörgeln und irgendwann muss ich schließlich mal damit anfangen. Er zog mürrisch von dannen und hielt nunmehr halb auf dem Zebrastreifen, halb auf der Fahrbahn außerhalb der privilegierten Zone. Kurz darauf bekam ich Kundschaft und startete in Richtung Charlottenplatz, als er seine Chance auf Revanche witterte, spontan das Steuer herumriss und sie sich zum Zwecke meiner Ausbremsung im “Kreisverkehr” wohl nicht nehmen lassen wollte, die Vorfahrt. Zu dumm, dass er keine hatte.

Den selbstgerechten Blick hätte ich zu gerne als die stumme Bitte

“Fahr mir in die Beifahrerseite”

interpretiert, aber ich hatte ja einen Fahrgast. (Na gut, das war nicht der einzige Hinderungsgrund). Ansonsten eine echt gute Stelle für Versicherungsbetrug und so.

2. Kreuzung U-Bahn-Station Payerstraße

Die allgemeine Verwirrung kann ich zwar nicht verstehen, da die Ampelpfeile für mein Empfinden logischer nicht sein könnten…

… aber nachdem ich dort selbst schon einen Streifenwagen (freilich ohne Blaulicht) in aller Seelenruhe über rot habe fahren sehen, scheint das doch alles nicht so einfach zu sein.

Wie so oft fahre ich auch diesmal eine meiner Stammkundinnen und wir sind, auf der Rechtsabbiegespur an der Ampel wartend, ins Gespräch vertieft, als plötzlich hinter uns gehupt, gehuuuuuupt, gehuphuphupt, wild gestikuliert, zurückgesetzt, links vorbeigezogen und rechts über rot gefahren wird - mich dabei mit Blicken tötend. Zwei andere Autos folgen. Wenigstens meine Fahrgästin war auf meiner Seite und hielt mich zum Glück nicht für den dunkelsten Stern am Himmelszelt. Selig sind die geistig Armen.

3. Krankenhaus Ruit

Da ich relativ oft auf den Fildern unterwegs bin, bleibt es natürlich nicht aus, dass man hin und wieder mal ins feindliche Territorium Esslingen ausschwärmt. So auch dieses Mal. Am Ziel angekommen konnte sich meine Fahrgästin nicht so recht entscheiden, wo sie genau aussteigen möchte und da sich gerade kein Auto hinter mir befand, bin ich erst mal langsam die Straße entlang gerollt. Im Gegenverkehr schien Fahrerin samt Fahrzeug ähnlich unentschlossen, hat mich aber erst mal nicht tangiert. Etwa auf meiner Höhe macht die Fahrerin jedoch plötzlich auf sich aufmerksam und wirft mir ein augenrollendes

“Blinken wäre gut! Wohl ein bisschen überfordert…”

an den Kopf und braust davon.

Pah! Warum hauen die immer gleich alle ab? Dabei bin ich doch mehr der Ausdiskutierer! Dann hätte sie nämlich auch gemerkt, dass meiner eingeschlagenen Richtung kein freier Willen zugrunde lag, sondern ich schlicht den Verkehrsregeln gefolgt bin:

(Kunst mit „mangelhaft“ abgewählt, danke.)

So. Und wenn mich in nächster Zeit wieder jemand dumm von der Seite anmacht, werde ich Zuhause Pappschilder basteln, die ich im passenden Moment aus dem Fenster halten kann. Zum Beispiel:

“Das war DEINE Schuld und nur dank MEINEN Fahrkünsten hat’s jetzt nicht geknallt!”

oder

“Hier sind 70 erlaubt und ich fahr’ schon 100. Was ist Dein Problem, Du Spaten?”

 oder

“Bitte fahren Sie nur an Sonntagen. Da finden Sie viele Gleichgesinnte.”

oder

“Weniger quatschen, mehr Gas geben.”

oder eben der Klassiker:

“Wenn man keine Ahnung hat…”

Eignet sich wohl am besten für alle Dummschwätzer, bei meinen anderen Mitteilungsbedürfnissen wäre die Schrift sowieso viel zu klein, dabei hätte ich doch sooo viel zu sagen! Zum Glück gibt es diesen Blog. :D

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